2_Mariabergstrasse 19

Maria baut Wohnungen an der Mariabergstrasse 19.

Im prachtvollen Haus an der Mariabergstrasse 19 entsteht ein besonderer Wohnraum, in dem sich auf vier Etagen historische Architektur und heutiger Wohnkomfort begegnen. Jede der sorgfältig renovierten Etagen besticht mit einem eigenen Farb- und Materialthema und einer Rückbesinnung auf den ursprünglichen Baustil. Ab Herbst 2024 erwachen diese Räume zu neuem Leben und bieten Raum für Individualität und Gemeinschaft.


Architektur: Isa Stürm Urs Wolf SA Architekten ETH BSA

Die Fassade an der Mariabergstrasse 19 zeigt Stilelemente des frühen Klassizismus: Dreigeschossige Kolossalpilaster, Mansardengiebel in jede Richtung, gleiche Fensteröffnungen mit geraden Stürzen.

Die Fassade an der Mariabergstrasse 19 zeigt Stilelemente des frühen Klassizismus: Dreigeschossige Kolossalpilaster, Mansardengiebel in jede Richtung, gleiche Fensteröffnungen mit geraden Stürzen.

Die Ausrichtung der Wohnungen zum Garten hin schafft eine ­Atmosphäre der Ruhe fernab des Strassenlärms. Jede der Wohnungen hat einen Anteil am Garten, der so zum Ort der Begegnungen werden kann.

Maria baut bis Herbst 2024 Wohnungen in das prachtvolle Gebäude an der Mariabergstrasse 19.

Maria baut bis Herbst 2024 Wohnungen in das prachtvolle Gebäude an der Mariabergstrasse 19.

Kontorwohnung

Baustil: 1800

Das Erdgeschoss zeigt die tiefe Verbundenheit mit der Geschichte des Hauses. Die Kontorwohnung mit ihrem Kontorgang, ausge­stattet mit originalen Sandsteinplatten und grau lasierten Fischgrätböden, strahlt historisches Flair aus. Ein grosszügiges Wohn-/Esszimmer mit einem Korbbogen aus der Rokokozeit und das Spiel des Lichts durch die grossen Fenster schaffen eine Atmosphäre, die alt und neu kunstvoll verwebt. Mit zwei Eingängen ­ausgestattet, profitiert die Wohnung vom direkten Zugang zum grossen Garten.

0. EG – 4.5 Zimmer (130 m2 )

0. EG – 4.5 Zimmer (130 m2 )

Raumwohnung

Baustil: 1970

Das erste Obergeschoss besticht durch seine eleganten Holzböden aus Wenge und Räuchereiche. Mit asymmetrischen ­Winkeln, unkonventionellen Raumformen und fliessenden Übergängen bringt diese Wohnung den Modernismus der 70er-Jahre mit dem Wohngefühl eines heutigen Lofts zusammen. Die grosszügige Küche wird erneuert, bewahrt aber ihren originellen Stil. Einbauschränke, nahtlos in die massiven Wände ­integriert, bieten komfortablen Stauraum. Vom Balkon öffnet sich die Sicht in den idyllischen Garten.

1. OG – 4.5 Zimmer (151 m2 )

1. OG – 4.5 Zimmer (151 m2 )

Enfiladen-Wohnung

Baustil: 1958

Das zweite Obergeschoss bewahrt den originalen Stil der 50er-Jahre, etwa durch das prachtvolle Originalparkett aus den 50er-Jahren und die ursprünglichen Enfilade-Räume, die Licht und Sichtlinien optimal nutzen. Die Küche und das Bad, modern und elegant renoviert, öffnen sich zu einer charmanten Loggia. Der breite Gang lädt zur individuellen Gestaltung ein und er­weitert den Wohnraum; Einbauschränke schaffen Stauraum. Auch hier bietet der Balkon einen Blick in den schönen Garten.

2. OG – 5 Zimmer (154 m2 )

2. OG – 5 Zimmer (154 m2 )

Mansardenwohnung

Baustil: 2024

Das Dachgeschoss des Hauses bietet ein Wohnambiente der ­besonderen Art. Wo zuvor der Estrich war, sorgt nun ein inno­vativer Kreuzgrundriss – bestehend aus vier in alle Himmelsrichtungen orientierten Mansarden, davon eine gänzlich aus Glas – für eine helle, freundliche Atmosphäre. Aus der Küche ­bietet sich ein grandioser Seeblick. Der Boden aus prächtigen, rezyklierten Holzriemen alter Unterböden unterstreicht das zukunftsweisende Wohngefühl.

3.  DG –  3.5 Zimmer (89 m2 )

3.  DG –  3.5 Zimmer (89 m2 )

Das Haus Mariabergstrasse 19 wurde ca. 1798 gebaut.

Das Haus Mariabergstrasse 19 wurde ca. 1798 gebaut.

Die Mariabergstrasse (rechts im Bild) war auch bekannt als «Italienerstrasse».

Die Mariabergstrasse (rechts im Bild) war auch bekannt als «Italienerstrasse».

Für Rorschach ist die sogenannte «Italienerstrasse» historisch bedeutsam. Für die Pflege und den Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz setzt sich die Maria baut AG ein: Sie besitzt das um 1798 erstellte Gebäude an der Mariabergstrasse 19.

In schneereichen Wintern: Schlitteln vom Mariaberg bis über die Kirchstrasse hinaus.

In schneereichen Wintern: Schlitteln vom Mariaberg bis über die Kirchstrasse hinaus.

Das Haus zeigt klare Stilelemente der Bauepoche des Klassizismus – wie etwa kolossale Säulen mit ionischen Kapitellen und Mansardengiebel in drei Richtungen. Es hebt sich mit seiner zurückhaltenden Gestaltung jedoch ab von der prächtigen Barockfassade des Mutterhauses an der Mariabergstrasse 15 (Amtshaus) und der reicheren Wohnfassaden weiterer Italienerhäuser in der Nachbarschaft. Auch der Grundriss ist spartanisch: Entlang des Flurs sind mehrere, eher kleine Räume aufgereiht. Die Vermutung ist deshalb, dass die Mariabergstrasse 19 kein repräsentatives Wohnhaus, sondern ein Büro- und Lagergebäude, also ein Kontorhaus, war. Dafür spricht auch, dass zum Haus ein Gewölbekeller gehört, der dank spezieller Belüftungslöcher in den Wänden als Lagerraum für die Leinwände dienen konnte.

Handelskantor ca. 1798, Zeichnung Wasmuth Verlag, 1913.

Handelskantor ca. 1798, Zeichnung Wasmuth Verlag, 1913.

Grundriss Erdgeschoss ca. 1798, Zeichnung Wasmuth Verlag, 1913.

Grundriss Erdgeschoss ca. 1798, Zeichnung Wasmuth Verlag, 1913.

Farbkonzept Fassadenerneuerung 2018, SWA 2018.

Farbkonzept Fassadenerneuerung 2018, SWA 2018.

Wohnhaus Westfassade 2016, Foto SWA.

Wohnhaus Westfassade 2016, Foto SWA.

Die Fassade der Mariabergstrasse 19 war in einem schlechten Zustand: Der damalige Verputz liess zu wenig Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen. In der Folge faulte und bröckelte die Fassade. Die Herausforderung war, einen luft- und feuchtigkeitsdurchlässigen, quasi «atmenden» Verputz zu entwickeln, der auch optisch zum historischen Gebäude passt.

Dafür arbeitete die Maria baut AG mit Handwerkern und Spezialisten der kantonalen Denkmalpflege sowie dem Winterthurer BWS Labor zusammen. Letzteres ist spezialisiert auf die Analyse von historischer Bausubstanz und die Entwicklung geeigneter Techniken zur Erneuerung von Altbauten. Bei der Mariabergstrasse 19 wird beispielsweise Sumpfkalk verwendet – ein Werkstoff, bei dessen Herstellung sehr alte Techniken zum Einsatz kommen.

Farbkonzept von 2019, Ostfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Ostfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Westfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Westfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Nordfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Nordfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Südfassade Mariabergstrasse 19.

Farbkonzept von 2019, Südfassade Mariabergstrasse 19.

Die Bautafel der Mariabergstrasse 19.

Die Bautafel der Mariabergstrasse 19.

Impression während den Bauarbeiten im Mai 2020.

Impression während den Bauarbeiten im Mai 2020.